European Shooting Stars in Berlin

European Shooting Stars in Berlin


Zehn herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler aus ganz Europa sind heute in der deutschen Hauptstadt eingetroffen und erwarten mit Spannung das speziell für sie abgestimme Programm währende der diesjährigen Berlinale.
 
Das viertägige Programm bietet den ausgewählten Talenten eine wichtige Plattform für Begegnungen mit internationalen Journalist*innen, Casting-Direktor*innen, Produzent*innen und Filmemacher*innen sowie einmalige Gelegenheiten, ein professionelles Netzwerk aufzubauen und den jungen Talenten das nötige Handwerkszeug für eine internationale Karriere mitzugeben. Das Programm endet am Montag, den 17. Februar, mit der Verleihung der European Shooting Stars Awards im Berlinale Palast, bei der jede Schauspielerin und jeder Schauspieler auf der Bühne geehrt wird. Die Veranstaltung wird von CUPRA gehostet.
 
Die zehn ausgewählten europäischen Shooting Stars für 2025 sind: Marina Makris (Zypern), Besir Zeciri (Dänemark), Maarja Johanna Mägi (Estland), Devrim Lingnau (Deutschland), Elín Hall (Island), Kārlis Arnolds Avots (Lettland), Šarūnas Zenkevičius (Litauen), Lidija Kordić (Montenegro), Vicente Wallenstein (Portugal) und Frida Gustavsson (Schweden).



Ein Film ist ein Kunstwerk

»Ein Film ist ein Kunstwerk«


Das Instituto Cervantes präsentiert in Kooperation mit dem Metropolis Kino in einer Werkschau sieben Filme des mehrfach ausgezeichneten spanischen Regisseurs, darunter am 28. Februar 2025 um 19 Uhr seinen aktuellen Film Afternoons of Solitude / Tardes de Soledad als Eröffnungsfilm und Hamburg-Premiere in Anwesenheit von Albert Serra.

 

»Für mich ist der wichtigste Aspekt des Kinos, dass es Fantasien herstellt«, sagte Albert Serra 2019 in einem Interview. »Die Kamera entnimmt der Realität, der Natur ihre inneren Zusammenhänge und verknüpft sie mit Absichten und Gestaltungsweisen. Sie macht die Realität origineller, interessanter, energetischer. « Albert Serra, der 1975 in Banyoles geboren wurde, arbeitet als Videokünstler, Theater- und Filmregisseur. Für ihn ist ein» Film ein Kunstwerk«, das Kino gehöre zur zeitgenössischen Kunst. Die aktuelle Retrospektive in Hamburg, präsentiert vom Instituto Cervantes in Kooperation mit dem Metropolis Kino, gibt nach elf Jahren erstmals in Deutschland wieder einen umfangreichen Einblick in Albert Serras Filmkunst:

 

Afternoons of Solitude /Tardes de Soledad , ist Serras erster Dokumentarfilm. Er folgt dem Matador und dem Star unter den Stierkämpfern Andrés Roca Rey bei dessen Vorbereitungen, beim Ankleiden im Hotelzimmer, während des Kampfes in der Arena und danach. In langen Einstellungen fokussiert die Kamera das umstrittene Spektakel zwischen Mensch und Tier und lässt das Publikum vor Ort außen vor. Nahezu kammerspielartig dokumentiert Albert Serra das Schauspiel als einsamen Kampf der beiden Protagonisten. Afternoons of Solitude /Tardes de Soledad wurde 2024 beim Filmfestival in San Sebastian mit der Goldenen Muschel, dem Hauptpreis des Festivals, ausgezeichnet. In Hamburg stellt der Regisseur seinen Film am 28. Februar um 19 Uhr persönlich im Metropolis Kino vor, im Anschluss an das Screening findet ein Filmgespräch mit dem Journalisten und Programmkurator Florian Borchmeyer statt.

 

 Auf dem Programm stehen außerdem Albert Serras Debütfilm Ehre der Ritter /Honor de cavalleria (1.3., 19.30 Uhr) eine freie Adaption von Don Quijote, gedreht in seinem Heimatort und mit Laiendarstellern, der Schwarz-Weiß-Film Der Gesang der Vögel / El cant dels ocells (2.3., 19.30 Uhr) der, inspiriert von einem katalanischen Weihnachtslied, die biblische Legende der Heiligen Drei Könige erzählt und die Geschichte meines Todes /Història de la meva mort (3.3., 19.30 Uhr) über Giacomo Casanovas Reise in die Karpaten, der Heimat Draculas. Der Film wurde 2013 beim Filmfestival in Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. Gezeigt werden außerdem der 2019 beim Filmfestival in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Film Liberté (4.3., 19.30 Uhr) über die Verbannung von drei Freidenkern kurz vor der Französischen Revolution, der Historienfilm Der Tod von Ludwig XIV /La mort de Louis XIV (5.3., 19.30 Uhr) mit Jean-Pierre Léaud in der Rolle des kranken und allmählich hinsiechenden Sonnenkönigs und Pacifiction (6.3., 19.30 Uhr), ein in Tahiti gedrehter Thriller, der im Schatten der Atomtests spielt.

 

Beiitrag zur Verständigung

»Beitrag zur Verständigung«


Im Rahmen der »Tage des Exils« präsentiert die Berliner Schauspielerin Wanda Perdelwitz am 6. Februar um 19 Uhr im Tschaikowsky Haus ein musikalisches Bühnenprogramm über das Leben der Liedermacherin Bettina Wegner, die allen Widrigkeiten zum Trotz in den 1980er Jahren an der DDR festhält, um sie zu einer besseren Gesellschaft zu machen. Der musikalische Theaterabend ist eine gesellschaftliche und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Heimatlosigkeit, Flucht und den direkten Folgen der deutschen Teilung.

 

 »Auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es immer noch strukturelle Ungleichheiten zwischen Ost und West. Mit meinem Programm über eine mutige aber auch zutiefst zerrissene Frau, die schließlich als unerwünschte Person des Staates ihre Heimat verlassen musste, möchte ich einen Beitrag zur Verständigung leisten, Fragen stellen und zum Diskurs anregen. Wir müssen sprechen, um einander zu verstehen«, sagt Wanda Perdelwitz, die das Programm auf Basis ihres zusammen mit Martin Behnke verfassten Drehbuchs über das Leben von Bettina Wegner für einen Kinofilm entwickelt hat. Mitveranstalter des Abends ist die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, gefördert durch die Claussen-Simon-Stiftung.

 

In einer Kombination aus projizierten Bildern und Musik erzählt der Liederabend Bettina Wegners Geschichte. Die Berliner Schauspielerin Wanda Perdelwitz spielt Bettina, betrachtet ihr persönliches Verhältnis zu ihrer ostdeutschen Heimat und lässt andere Exilant*innen zu Wort kommen. Stimmen aus dem Off treten mit ihr in den Dialog basierend auf Originalaufnahmen, unter anderem von dem Gerichtsprozess aus dem Jahr 1968. Die Liedauswahl von Bettinas Repertoire trägt die Geschichte, nimmt auf die Geschehnisse Bezug und treibt sie voran. Wanda Perdelwitz spielt Gitarre, und sie singt Bettina Wegners in neuem Sound gecoverten Lieder, arrangiert, komponiert und begleitet von Marcus Schneider (musikalische Leitung, Gitarre, Percussion, Bass) und Simon Rawalski (Piano).

 

European Shooting Stars 2025

European Shooting Stars 2025


 

Die diesjährigen European Shooting Stars 2024 sind Marina Makris (Zypern), Besir Zeciri (Dänemark), Maarja Johanna Mägi (Estland), Devrim Lingnau (Deutschland), Elín Hall (Island), Kārlis Arnolds Avots (Lettland), Šarūnas Zenkevičius (Litauen), Lidija Kordić (Montenegro), Vicente Wallenstein (Portugal) and Frida Gustavsson (Schweden). Vom 14. bis 17. Februar 2025 werden diese sechs Schauspielerinnen und vier Schauspieler in einem exklusiven, von European Film Promotion initiierten viertägigen Programm während der 75. Berlinale (13. bis 23. Februar 2025) der internationalen Presse, der Branche und dem Publikum vorgestellt.

 

 

Eine fünfköpfige internationale Jury hat die zehn Ausnahmetalente ausgewählt und ihr Potenzial für eine internationale Karriere erkannt.

 

 EUROPEAN SHOOTING STARS ist ein intensives, maßgeschneidertes Programm, das den ausgewählten Talenten eine internationale Networking-Plattform bietet, um Journalisten, Casting-Direktoren, Produzenten und Filmemacher in Berlin zu treffen. Es bietet eine einzigartige Gelegenheit, ein professionelles Netzwerk aufzubauen, das die Schauspieler benötigen, um eine internationale Karriere zu starten. Das Programm gipfelt in einer glamourösen Preisverleihung im Berlinale Palast am Montag, den 17. Februar, wo jede Schauspielerin und jeder Schauspieler mit dem European Shooting Stars Award ausgezeichnet wird.

 

 

In den vergangenen 28 Jahren war EUROPEAN SHOOTING STARS ein wichtiges Sprungbrett für die internationalen Talente - zu den bemerkenswerten Shooting Stars der letzten Jahre gehören: Matilda de Angelis, Bill Skarsgård, Carey Mulligan, Alba Rohrwacher, Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander, Maisie Williams, Riz Ahmed, George MacKay, Daniel Brühl, Louis Hofmann und Leonie Benesch.

 

 

 

 

Jury European Shooting Stars 2025

Jury 2025


European Film Promotion (EFP) freut sich, die diesjährige Jury für die 28. Ausgabe von EUROPEAN SHOOTING STARS auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin (13. - 23. Februar 2025) bekannt zu geben. Fünf renommierte Filmprofis werden zehn vielversprechende Talente für das viel beachtete Programm auswählen, das vom Creative Europe - MEDIA Programm der Europäischen Union und den teilnehmenden nationalen Filmförderungsinstituten, den Mitgliedsorganisationen von EFP, unterstützt wird.

Fünf Jurymitglieder werden mit ihrer geballten Expertise in verschiedenen Bereichen der Filmindustrie die Aufgabe übernehmen, die zehn talentiertesten und international vielseitigsten Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler aus den Nominierungen ihrer nationalen Filmförderungsinstitute und Filmzentren auszuwählen.

Der rumänische Juror Radu Muntean ist Regisseur und Drehbuchautor, dessen Filme wie The Paper will be Blue (2006), Tuesday After Christmas (2010), Alice T. (2018) und Intregalde (2021) auf den Festivals in Locarno, Sarajevo, Cannes und Toronto uraufgeführt und ausgezeichnet wurden. An seiner Seite steht die Schweizer Produzentin Amel Soudani, Gründerin der Produktionsfirma AMKA Films Productions. Zu ihren jüngsten Produktionen gehören La Chimera von Alice Rohrwacher und der Dokumentarfilm L'Afriques les Femmes von Mohammed Soudani. Der französische ehemalige europäische Shooting Star Ludivine Sagnier ist vor allem durch ihre Rollen in den Filmen von François Ozon bekannt. Sie spielte unter anderem in Water Drops on Burning Rocks (2000), 8 Women (2002) und Swimming Pool (2003) mit und wird auch in François Ozons neuestem Film Quand vient l'automne (2024) zu sehen sein. Sagnier hat auch mit Regisseuren wie Pj Hogan, Lee Tamahori, Paolo Sorrentino, Hirokazu Koreeda und Ridley Scott zusammengearbeitet. Die Schwedin Pauline Hansson fiel der Branche bereits zweimal durch ihre Arbeit als Casting-Direktorin auf. Sie wurde für den 1. Europäischen Casting Award beim Locarno Film Festival 2016 (Drifters von Peter Grönlund) und für den BAFTA 2023 (Triangle of Sadness von Ruben Östlund) nominiert. Pauline arbeitet derzeit an Östlunds zweitem englischsprachigen Spielfilm The Entertainment System is Down, der 2025 mit Keanu Reeves, Kirsten Dunst, Daniel Brühl, Nicholas Braun und Samantha Morton in den Hauptrollen gedreht wird. Komplettiert wird die Jury durch den Journalisten und Kurator Vuk Perović aus Montenegro. Seine journalistische Arbeit umfasst Artikel, Radio- und Fernsehbeiträge für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen und Rundfunkanstalten. Vuk Perović ist Autor der renommierten Fernsehsendung „Der siebte Kontinent“ über Kino und Film, Mitbegründer von UnderhillFest, einem internationalen Dokumentarfilmfestival, und Programmgestalter des Herceg Novi Film Festivals - Montenegro Film Festival.

Die zehn EUROPEAN SHOOTING STARS 2025 werden Mitte Dezember bekannt gegeben.

 

Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin nehmen die zehn ausgewählten Talente an einem viertägigen Programm mit Networking, Presseaktivitäten und Branchenveranstaltungen teil, das seinen Höhepunkt in der glamourösen Preisverleihung der European Shooting Stars Awards auf der Bühne des Berlinale Palastes findet.

Von Sehnsüchten und Traumwelten

Von Sehnsüchten und Traumwelten


Am 9. November wurden beim 3. up-and-coming Drehbuchfestival im Künstlerhaus Hannover die Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreise an Jana Forkel für A Little Dream of Me und an Robert Deçani für Ithaka verliehen. Die Preise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert und werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestiftet. Zusätzlich erhalten die Gewinner:innen eine Patenschaft mit einer/einem professionellen Drehbuchautor:in. Die Pat:innen in diesem Jahr sind der Drehbuchautor und -dozent Peter Henning und die erfolgreiche Drehbuchautorin Julia Penner.

 

A Little Dream of Me von Jana Forkel (Hamburg) erzählt die Geschichte eines Experiments, das einen Mann mit seiner komatösen Frau im Traum wieder zusammenbringt. Die Jury (Sandra Schröder, Preisträgerin Deutscher Drehbuchpreis 2024; Pepe Danquart, Regisseur und Oscarpreisträger; Nira Bozkurt, Drehbuchautorin und Produzentin) bewundert den Mut dieser so »bravourös umgesetzten Geschichte, die im besten Sinne zum Nachdenken anregt«. Und in der Begründung heißt es weiter: »Die Autorin wagt sich feinfühlig, fantasiereich und oftmals überraschend an ein Thema, in dem es ums Sterben geht – und ums Überleben.«

 

Preisträger Robert Deçani (Köln) erzählt in Ithaka eine Geschichte von drei Männern – Vater, Sohn und Onkel, die quer durch Europa nach Albanien fahren, um von der sterbenden Großmutter Abschied zu nehmen. »Dies ist kein klassisches Migrationsdrama«, heißt es in der Jurybegründung. »Es ist ein poetisches Porträt von Menschen, die um ihren Platz in der Welt ringen – Menschen, die wir als Fremde oder Flüchtlinge abstempeln könnten, wenn wir dabei das Wesentliche übersehen: ihre Sehnsüchte und zerbrochenen Träume, die im Grunde unsere eigenen sind.«

 

Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für König der Möwen von Ella Stanley aus.

 

»Alle sieben für den diesjährigen Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis nominierten Filme haben uns sehr beeindruckt. Sie zeigen einen klugen und differenzierten Blick auf unsere Welt. Wir gratulieren den Preisträger:innen sehr herzlich und wünschen ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg, der uns ausgesprochen hoffnungsvoll stimmt«, sagt Festivalleiter Burkard Inhülsen.

 

Das 3. up-and-coming Drehbuchfestival:

 

Unter dem Motto »The Power of Stories« ist das up-and-coming Drehbuchfestival am 7. und 8. November mit sieben Online-Panels zu den neuesten Entwicklungen in der Drehbuchlandschaft gestartet. Zahlreiche Expert:innen aus der Film- und Fernsehbranche gaben Einblicke in Themen wie Drehbuchbewertung und -förderung, KI, diverses Schreiben und wie man rechten Narrativen und den Krisen in unserer Welt schreibend kann. Mit dabei waren Burkhard Althoff (ZDF Kleines Fernsehspiel), Frauke Kolbmüller (Produzentin) und Ulrike Schröder (Telepool), Thomas Kornmaier (KI-Storytelling), Nira Bozkurt (Drehbuchautorin) und Dennis Stormer (Filmemacher), Annette Hess (Drehbuchautorin), Simon M. Schulz (Drehbuchautor) und Maria Timtschenko (Journalistin), Mariana Schneider (Kuratorium junger deutscher Film), Gerrit Hermans (Drehbuchautor), Steffi Eisenschenk (Drehbuchautorin) und Michal Honnens (Nordmedia), Kai S. Pieck (Queer Media Society), Sophya K. Frohberg (Sensitivity Readerin), Lamin Leroy Gibba (Filmemacher), Alison Kuhn (Filmemacherin), Michael Fetter-Nathansky (Drehbuchautor) und Hille Norden (Filmemacherin), Nicole Zabel-Wasmuth (Medienrechtlerin, Co-Initiatorin Planet Narratives) und Lars Jessen (Regisseur).

 

Bei der Drehbuchlesung und Preisverleihung, dem Herzstück des Festivals, haben am 9. November die Schauspieler:innen und Synchronsprecher:innen Imme Beccard, Michaela Gaertner, Arndt Schmöle, Nicole Silbermann, Benjamin Stolz und Nils Weyland Szenen aus den nominierten Drehbüchern gelesen. Im Anschluss prämierte die Jury die beiden Preisträger:innen. Durch den Abend führte die Drehbuchautorin, Regisseurin und Fotografin Franziska Stünkel.

 

Partner:innen und Unterstützer:innen:

 

Überregionale Kooperationspartner des up-and-coming Drehbuchfestival sind der Deutsche Drehbuchverband (DDV), casting network und erstmals die Produktionsallianz (Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen e.V.). Regionale Kooperationspartner sind das Künstlerhaus Hannover und das Kommunale Kino Hannover.

 

Der Deutsche Nachwuchs-Drehbuchpreis und das up-and-coming Drehbuchfestival gehören zum kulturellen Bundeswettbewerb up-and-coming Int. Film Festival Hannover, das seit 1982 besteht. Hauptförderer ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Weitere Förderer sind die nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und das Kulturbüro der Stadt Hannover.

 

Filmische Entdeckungen

Filmische Entdeckungen


Im Rahmen des »Lateinamerika und Karibik Herbstfestivals« findet vom 14. bis 22. November 2024, die vom Instituto Cervantes und der Konsulargruppe Ibero-Lateinamerika und Karibik organisierte »Iberoamerikanische und karibische Filmwoche« im Hamburger 3001 Kino statt. Gezeigt werden ausgezeichnete Filme und unbekanntere Produktionen, die durch die gemeinsame Sprache und Geschichten miteinander verbunden sind.

 

Auf dem Programm stehen insgesamt neun Filme aus Chile, Ecuador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Spanien, Peru, Uruguay und Venezuela, die jeweils um 19 Uhr gezeigt werden. Eröffnet wird die Filmwoche am 14. November mit dem venezolanischen Film Cenizas eternas von Margarita Cadenas in Anwesenheit der Regisseurin. Im Dschungel von Tatacha und mit indigenen Schauspielerinnen und Schauspielern gedreht, bietet der Film über die Reise einer Mutter und ihrer Tochter durch Raum, Zeit und Spiritualität im Amazonas-Regenwald einen Einblick in die Kultur des Amazonas-Volks Yanomami.

 

Gezeigt wird außerdem die ecuadorianische Teenager-Komödie Misfit, eres o te haces (16.11., 19:00) unter der Regie von Orlando Herrera aus dem Jahr 2021, die zugleich eine Adaption des niederländischen Films Misfit (2017) von Erwin van den Eshof ist, sowie die romantische Komödie aus Uruguay Amores pendientes von Óscar Estévez (15.11., 19:00) über Carla und Román, die seit Teenagerzeiten miteinander befreundet sind, sich nach einiger Zeit wieder treffen und erkennen, was sie füreinander empfinden.

 

Der Roman- und Drehbuchautor Santiago Roncagliolo wird am 17. November die Verfilmung seines gleichnamigen Romans La pena máxima persönlich in Hamburg vorstellen. Während der Fußballweltmeisterschaft 1978 in Argentinien wird in Lima ein Mann ermordet. Felix Chacaltana, ein Verwaltungsangestellter der Regierung, untersucht den Mord und deckt eine internationale Verschwörung von Entführungen und Folter auf. Felix versucht, dies anzuprangern, aber niemand glaubt ihm.

 

Über die Filmwoche

 

Die »Iberoamerikanische und karibische Filmwoche« findet im Rahmen des »Lateinamerika und Karibik Herbstfestivals« (02.09. - 22.11.2024) vom 14. bis 22. November 2024 im Hamburger 3001 Kino statt. Sie wird von der EU-LAC präsentiert und vom Instituto Cervantes Hamburg und der Konsulargruppe Ibero-Lateinamerika und Karibik organisiert.

 

abgedreht!

Nachwuchsfilme auf der Kinoleinwand


Noch bis zum 1. Dezember 2024 können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre sowie Studierende ihre Kurzfilme für das 35. Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! am 2. und 3. April 2025 in den zeise kinos einreichen.

 

Erwünscht sind aktuelle Filme aller Genres, die in den letzten zwei Jahren (2023/2024) entstanden sind. Das können Filme sein, die im Kunstunterricht in der Schule, in Jugendeinrichtungen oder an Hochschulen entstanden sind oder von freien Gruppen produziert wurden. Alle Filme gehen ins Rennen um den Hamburger Nachwuchsfilmpreis. Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! möchte jungen Talenten eine Bühne bieten und eine große Bandbreite der in Hamburg und in der Metropolregion produzierten Filmprojekte zeigen.

 

Das 35. Hamburger Nachwuchsfilmfestival findet am 2. und 3. April 2025 in den zeise kinos statt. An zwei Tagen werden alle ausgewählten Filme in kuratierten Programmblöcken vor Publikum auf der großen Leinwand gezeigt und die Filmemacher*innen nach den Vorführungen bei einem Q & A von Peter G. Dirmeier vorgestellt. Auch in diesem Jahr entscheidet eine unabhängige Expert*innen-Jury darüber, welche Filme mit dem Hamburger Nachwuchsfilmpreis ausgezeichnet werden.

 

Bekannte Regisseur*innen wie Maximilian Mundt, Angelina Maccarone, Fatih Akin, Özgür Yildirim, Björn Beton und Janek Rieke haben ihre ersten Filme beim Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! gezeigt. 

 

abgedreht! wird veranstaltet vom jaf - Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V. und vom Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ)/ Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB). Weitere Unterstützer sind das Mediennetz Hamburg e.V., das up-and-coming Internationale Film Festival Hannover und die zeise kinos. 

Deutscher Nachwuchs-Drehbuchpreis

Deutscher Nachwuchs-Drehbuchpreis


 

Eine Vor-Jury hat aus der Shortlist mit 20 unverfilmten Drehbüchern sieben Skripte für den Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis nominiert. Zwei davon werden am 9. November im Rahmen des hybriden up -and- coming Drehbuchfestivals vom 7. bis 10. November im Künstlerhaus Hannover ausgezeichnet. Die Preise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert und werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestiftet. Zusätzlich erhalten die Gewinner:innen eine Patenschaft mit einer/einem professionellen Drehbuchautor:in.

 

Nominiert sind:  A Little Dream of Me (AT) von Jana Forkel (Hamburg ) über ein Experiment, das einen Mann mit seiner komatösen Frau im Traum zusammenbringt; Der Konjunktiv von Victor Kunze (Berlin) über Betreuer:innen, die ein Sommercamp überleben müssen; Ithaka von Robert Decani (Köln), eine Coming-of-Age Geschichte über Migration, Identität, Männlichkeit und Heimat; König der Möwen von Ella Stanley (Berlin/Wien), eine norddeutsche Familiengeschichte über Verständigung zwischen Enkel und Großvater;

Milchjunge von Jona von Büren (München) über die Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn, über Erziehung und die Frage nach Schuld, Schattenrisse von Jennifer Nedlin (Hamburg) über einen sexuellen Übergriff in einem Trainingslager und Wohin wir gehen von Dascha Petuchow (Wiesbaden) über Migration, Familientraditionen und Heimat.

 

Die Drehbuchlesung und Preisverleihung:

 

Bei der Drehbuchlesung und Preisverleihung, dem Herzstück des Festivals, werden am 9. November die Schauspieler:innen und Synchronsprecher:innen Imme Beccard, Michaela Gärtner, Arndt Schmöle, Nicole Silbermann, Benjamin Stolz und Nils Weyland Szenen aus den nominierten Drehbüchern lesen. Im Anschluss prämiert die Festival-Jury (Sandra Schröder, Preisträgerin Deutscher Drehbuchpreis 2024; Pepe Danquart, Regisseur & Oscarpreisträger; Nira Bozkurt, Drehbuchautorin & Produzentin) die beiden Preisträger:innen. Die Moderation des Abends übernimmt die Drehbuchautorin und Regisseurin Franziska Stünkel.

 

Das 3. up-and-coming Drehbuchfestival:

 

Das up-and-coming Drehbuchfestival beginnt bereits am 7. November. Unter dem Motto »The Power of Stories« wird es am 7. und 8. November in Online-Panels um die neuesten Entwicklungen in der Drehbuchlandschaft gehen. Wie beeinflusst KI das Drehbuchschreiben? Mit Blick auf die Bewältigung aktueller Krisen wird unter anderem aufgezeigt, wie Geschichten Gesellschaft und Zukunft anders erzählen können. Es wird diskutiert, wie divers die Drehbuchlandschaft ist und wie Filmtalente durch den Förderdschungel gelotst werden können. Außerdem stehen Erfahrungsberichte »junger und wilder« Filmemacher:innen auf dem Programm. Für die Panels via Zoom konnten renommierte Speaker:innen aus der Film- und Fernsehbranche gewonnen werden.  Mit dabei sind: Burkhard Althoff (ZDF Kleines Fernsehspiel), Frauke Kolbmüller (Produzentin) und Ulrike Schröder (Telepool), Thomas Kornmaier (KI-Storytelling), Nira Bozkurt (Drehbuchautorin) und Dennis Stormer (Filmemacher), Annette Hess (Drehbuchautorin), Simon M. Schulz (Drehbuchautor) und Maria Timtschenko (Journalistin), Mariana Schneider (Kuratorium junger deutscher Film), Gerrit Hermans (Drehbuchautor), Steffi Eisenschenk (Drehbuchautorin) und Michal Honnens (Nordmedia), Kai S. Pieck (Queer Media Society), Sophya K. Frohberg (Sensitivity Readerin), Lamin Leroy Gibba (Filmemacher), Alison Kuhn (Filmemacherin), Michael Fetter-Nathansky (Drehbuchautor) und Hille Norden (Filmemacherin), Nicole Zabel-Wasmuth (Medienrechtlerin, Co-Initiatorin Planet Narratives) und Lars Jessen (Regisseur)

 

Neu bei up-and-coming: der IDEENCHECK – queer edition:

 

Am 9. November bietet das up-and-coming Drehbuchfestival zusammen mit der Queer Media Society mit dem Format IDEENCHECK jungen Schreibtalenten und Filmschaffenden der LSBTQIA+ Community die Gelegenheit, in einem geschützten Raum an insgesamt drei Terminen ihr neues Projekt in einer kleinen Runde von jeweils drei bis vier Filmtalenten per Zoom vorzustellen. Die Runden werden von Arpana Aischa Berndt und Florian Gottschick, zwei erfahrenen queeren Autor:innen geleitet. Teilnehmen können alle Filmtalente bis 27 Jahren. Es findet keine Vorauswahl der Ideen statt: First come, first serve! Die Teilnahme ist kostenlos. Das Angebot ist auf EINE Idee pro Filmtalent limitiert.

 

Partner:innen und Unterstützer:innen:

 

Überregionale Kooperationspartner des up-and-coming Drehbuchfestival sind der Deutsche Drehbuchverband (DDV), casting network und erstmals die Produktionsallianz (Allianz Deutscher Produzenten – Film und Fernsehen e.V.).

Regionale Kooperationspartner sind das Künstlerhaus Hannover und das Kommunale Kino Hannover.

 

Über up-and -coming:

 

Der Deutsche Nachwuchs-Drehbuchpreis und das up-and-coming Drehbuchfestival gehören zum kulturellen Bundeswettbewerb up-and-coming Int. Film Festival Hannover, das seit 1982 besteht. Hauptförderer ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Weitere Förderer sind die nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und das Kulturbüro der Stadt Hannover.

 

Weitere Infos über das Festival unter

drehbuchfestival.up-and-coming.de

 

 

Preise, Abschluss & Bilanz

Preise, Abschluss & Bilanz


Im Rahmen der Abschlussveranstaltung mit NDR Kultur-Moderatorin Julia Westlake sind am Abend vor dem Film The Room Next Door von Pedro Almodóvar im CinemaxX Dammtor die Preise des 32. FILMFEST HAMBURG vergeben worden. Mit rund 59.000 Festivalbesucher*innen inklusive Binnenalster Filmfest konnte das sehr gute Vorjahresergebnis noch einmal gesteigert werden.

 

Zu dem guten Ergebnis hat auch der in diesem Jahr neu eingeführte »Tag des freien Eintritts« am 3. Oktober beigetragen. Die insgesamt 35 Vorstellungen in den fünf Festivalkinos und den teilnehmenden FILMFEST UMS ECK-Kinos konnten kostenlos besucht werden. Viele FILMFEST HAMBURG-Fans und zahlreiche Festival-Neulinge haben das Angebot angenommen, die Kinos waren voll.

 

»Ich bin überglücklich und voller Dankbarkeit! So viele meiner Träume für das erste Jahr sind wahr geworden – es fühlt sich einfach magisch an« sagt Festivalleiterin Malika Rabahallah. »Es war überwältigend, so viele renommierte Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Filmschaffende in der Hansestadt zu sehen, die mit uns die besondere Festivalatmosphäre genossen haben.  Und der ‚Tag des freien Eintritts‘: Mit über 90 Prozent Auslastung an dem Tag ist diese neu eingeführte Aktion ein Riesenerfolg….und das im ersten Jahr! Ich hoffe, es bleibt nicht bei einer einmaligen Aktion.  Ein großes Dankeschön an die Behörde für Kultur und Medien, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre!«

 

In ihrem ersten Jahr begrüßten Malika Rabahallah und ihr Team in Hamburg insgesamt 312 Gäste aus 29 Ländern, darunter die Festivalmacher und Filmemacher*innen aus der Ukraine, die zum dritten Mal beim Molodist Kyiv International Film Festival zu Gast waren und ihren nationalen Langfilmwettbewerb in Hamburg ausrichteten. Weitere Gäste waren unter anderem die Regisseur*innen Jacques Audiard, Mohammad Rasoulof, Joshua Oppenheimer, Nora Fingscheidt, Chiara Fleischhacker, Thomas Vinterberg, Pia Marais, Roxana Samadi, Christian Schwochow, Sonja Heiss, Magnus von Horn, Dea Kulumbegashvili, Michel Hazanavicius, Louise Courvoisier, Emma Benestan, Fatih Akin, sowie die Schauspieler*innen Maren Eggert, Lisa Hagmeister, Nina Kunzendorf, Luna Wedler, Charly Hübner, Diane Kruger, Marie Nasemann, Lamin Leroy Gibba, Thelma Buabeng, Helena Zengel, Emma Nova, Lisa Vicari, Nico Stank, Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst.

 

 

Welttag des Buches

Ein Schelmenroman als Gegenwartsporträt


Am »Welttag des Buches« stellt der spanische Autor Isaac Rosa am 23. April um 19 Uhr im Instituto Cervantes Hamburg seinen neuesten Roman »Ein sicherer Ort« vor. Der deutsche Schriftsteller und Journalist Paul Ingendaay moderiert und liest Auszüge aus der deutschen Fassung. Der Eintritt ist frei.

 

In seinem neuesten Roman beschreibt Isaac Rosa mit beißendem Spott wie die große Unsicherheit vieler Menschen von anderen ausgenutzt wird: Im Mittelpunkt der Geschichte steht Segismundo García, der mit einer neuen Geschäftsidee wieder zu Geld kommen möchte. Er will günstige Minibunker für weniger betuchte Leute verkaufen, zum Einbau in Kellern, Tiefgaragen oder Gärten und als Vorkehrung gegen den globalen Kollaps. Ihm fehlt nur noch das nötige Kapital. Sein Vater gleichen Namens kann ihn dabei nicht unterstützen, denn er saß im Knast und leidet nun an Demenz. Der Mann aus armen Verhältnissen war durch ein Imperium von Billig-Zahnkliniken zu Reichtum gekommen – und hatte dann durch Betrug alles verloren. Dass der Ruf von García Senior ruiniert ist, darunter leidet auch der Sohn, dem keine Bank vertraut.

 

 

Der 1974 in Sevilla geborene Isaac Rosa gehört zu den wichtigsten Stimmen der spanischen Gegenwartsliteratur. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Premio Rómulo Gallegos (»El vano ayer«), dem Premio Cálamo (»La habitación oscura« /»Im dunklen Zimmer«), dem Premio Andalucía de la Crítica (»El vano ayer«) und zuletzt mit dem Premio Biblioteca Breve (»Lugar seguro«/»Ein sicherer Ort«). International bekannt wurde er mit seinem Bestseller »Das Leben in Rot«, der erfolgreich verfilmt wurde. Isaac Rosa schreibt als Kolumnist für verschiedene Magazine, Tageszeitungen und Nachrichtenportale. »Ein sicherer Ort« ist am 22. Januar 2024 im Liebeskind Verlag erschienen.

 

Über den »Welttag des Buches«

Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am 23. April ein großes Lesefest. 1995 erklärte die UNESCO den Tag im April zum »Welttag des Buches«, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

 

23. April 2024, 19 Uhr Instituto Cervantes Hamburg

Welttag des Buches/Lesung und Gespräch

Isaac Rosa: Ein sicherer Ort/ Lugar seguro

Deutsche Übersetzung: Luis Ruby

Verlag: Liebeskind

Moderation: Paul Ingendaay

 

Instituto Cervantes Hamburg, Fischertwiete 1, Chilehaus, Eingang B

Eintritt frei, Anmeldung unter:

cultham@cervantes.es

Fotos: © Liebeskind / Ivan Giménez - Seix Barral